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Online-Sprachkurs von ProTandem: ein bereicherndes Lernerlebnis

Esra-Leon Limbacher und Alfonsine Camiolo beim Online-Tandemsprachkurs

Vom 19. bis zum 23. Oktober 2020 organisierte ProTandem zum zweiten Mal den Tandemsprachkurs für Erwachsene in einem digitalen Format. Wie die erfolgreiche erste Ausgabe des Online-Kurses im Juli, fand dieses weitere Pilotprojekt in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) statt. Alfonsine Camiolo und Esra-Leon Limbacher haben an der virtuellen Variante des Tandemsprachkurses von ProTandem teilgenommen und berichten hier von ihren Erfahrungen.  Sie sind als Referentin und Referent bei der „Task Force Grenzgänger der Großregion“ tätig.

Die grenzüberschreitende Organisation „Task Force Grenzgänger“ agiert in der Großregion zwischen dem französischen Lothringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland in Deutschland, sowie Luxemburg und dem belgischen Wallonien. Sie hat ihren Sitz im saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr und beschäftigt sich mit der Erarbeitung von juristischen und administrativen Lösungsvorschlägen grundsätzlicher Art für Fragen und Problemstellungen von Grenzgängern der Großregion.

Frau Camiolo, Herr Limbacher, bitte teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen, die Sie im Rahmen des Online-Tandemsprachkurses von ProTandem gemacht haben.
Alfonsine Camiolo: Ich fand es toll. Mit der Technik hat alles gut geklappt, die Lehrer sind für uns da und können alle Fragen beantworten. Die Stimmung ist gut, ich habe nette Leute kennengelernt und schätze insbesondere den zwischenmenschlichen Austausch auch über den Sprachkurs hinaus. Der Kontakt war spontan und freundlich und dabei trotzdem ganz entspannt. Außerdem sind alle sehr motiviert!
Esra-Leon Limbacher: Es sind sehr außergewöhnliche Momente dabei gewesen und der Tandemkurs vermittelt ein ganz anderes Lerngefühl, als ein normaler theoretischer Kurs: Man steht in direktem Austausch mit ganz unterschiedlichen Leuten aus verschiedenen Regionen. Außerdem lernt man diverse Charaktere kennen, nicht nur auf deren Persönlichkeit bezogen, sondern auch auf die Art und Weise des gemeinsamen Lernens.

Kannten Sie die „Tandemmethode“ bereits? Wie hat Ihnen das Lernen im Tandem gefallen?
Esra-Leon Limbacher: Nein, für mich ist es etwas Neues gewesen.
Alfonsine Camiolo: Für mich auch. Ich wollte es früher schon immer einmal ausprobieren. An der Uni gab es auch entsprechende Angebote, aber ich hab mich damals nie getraut. Ich finde die Tandemmethode interessant, da man sich gegenseitig etwas beibringen kann: Erst bin ich die Lehrerin und im Anschluss die Studentin oder anders herum.

Welche Programmpunkte haben Ihnen besonders gut gefallen?
Alfonsine Camiolo: In einer Gruppenarbeit haben wir uns zu deutscher und französischer Poesie ausgetauscht. Das gegenseitige Näherbringen von Gedichten fand ich besonders schön.
Esra-Leon Limbacher: Mir persönlich haben diejenigen Momente am besten gefallen, die Gelegenheit dazu gegeben haben, eine richtige Unterhaltung zu üben. Das war insbesondere in den Tandems der Fall. In meinem Alltag fehlt es meist daran, auf Französisch Gespräche zu führen und nicht nur Vokabeln zu lernen.

Als Experten im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit kennen Sie die Fallstricke, die sich hier aktuell durch die Corona-Pandemie bieten. Wie würden Sie unser virtuelles Angebot in dieser besonderen Situation einordnen?

Alfonsine Camiolo: Ich denke, dass sich so auch in dieser schwierigen Situation die deutsch-französische Zusammenarbeit und der internationale Austausch weiter fördern lassen. Das ist sehr wichtig.
Esra-Leon Limbacher: Ich glaube, dass die Corona-Krise für solche Angebote eine Art Brandbeschleuniger war – jedoch im positiven Sinne, nicht im negativen. Die Möglichkeiten, die die ganze Zeit vorhanden waren, wurden wahrscheinlich nicht voll ausgenutzt und jetzt wird die Digitalisierung angepackt. Und ich glaube für uns ist es insofern positiv, weil dieser Online-Kurs für uns verhältnismäßig leicht zugänglich war. Wäre es ein Präsenzkurs gewesen, hätten wir größere Schwierigkeiten gehabt, teilzunehmen.

Inwiefern werden Ihnen die Kenntnisse aus dem Online-Tandemsprachkurs in Ihrer Arbeit bei der Task Force Grenzgänger weiterhelfen?
Alfonsine Camiolo: Ich konnte dadurch auf jeden Fall meine Sprachkenntnisse verbessern und meine bereits vorhandenen Grundlagen in der deutschen Sprache wiederholen.
Esra-Leon Limbacher: Ich denke die Arbeit in der Task Force hat auch viel mit anderen Sprachen und anderen Nationalitäten zu tun. Insofern stellte der Online-Tandemsprachkurs eine optimale Ergänzung zu der Arbeit hier dar.

Würden Sie den Sprachkurs weiterempfehlen?
Alfonsine Camiolo: Ja!
Esra-Leon Limbacher: Ja definitiv. Grundsätzlich glaube ich, dass es gerade in einem saarländischen Ministerium sinnvoll ist, ein solches Angebot fortzuführen.

Vielen Dank für dieses nette Gespräch, weiterhin viel Erfolg beim Verbessern Ihrer Sprachkenntnisse und vielleicht bis zum nächsten Online-Tandemsprachkurs von ProTande
m!